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Motorradversicherung kündigen

Sie wollen Ihre Motorradversicherung kündigen – doch wie gehen Sie dazu vor? Für die Kündigung gibt es unterschiedliche Gründe. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass in Deutschland eine Pflichtversicherung für Motorräder besteht. Als Halter eines Motorrads müssen Sie eine Haftpflicht abschließen, denn ohne Haftpflicht darf das Fahrzeug nicht zugelassen werden. Sollten Sie das Fahrzeug abmelden oder wechseln Sie den Anbieter, dürfen Sie den Vertrag selbstverständlich kündigen. Was also müssen Sie rund um die Beendigung des Vertrags wissen, und wie gehen Sie vor, damit die Kündigung vom Versicherer akzeptiert wird?

Welche Arten der Kündigung einer Motorradversicherung sind zu unterscheiden?

Die Kündigung Ihrer Motorradversicherung ist ordentlich und außerordentlich möglich, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die ordentliche Kündigung der Motorradversicherung wird mit einer Frist von einem Monat ausgesprochen. Dabei ist das Vertragsende ausschlaggebend. Allerdings ist dieser Zeitpunkt nicht einheitlich festgeschrieben. Bei vielen Versicherern endet der Vertrag zum Jahresende. Bei anderen Gesellschaften gibt es einen unterjährigen Zeitpunkt, meist ist das der Tag, zu dem Sie den Vertrag ursprünglich abgeschlossen haben. Auch bei Zulassung mit einem Saisonkennzeichen beginnt und endet der Vertrag unterjährig.

Wenn Sie unsicher sind, wann dieser Stichtag ist, schauen Sie am besten in Ihre Versicherungsunterlagen. Dort ist der Zeitpunkt aufgeführt, zu dem der Vertrag beginnt und endet. Ein Monat vor dem Ende des Vertrags muss der Versicherer Ihre Kündigung erhalten haben. Einen Grund für Ihre ordentliche Kündigung müssen Sie übrigens in Ihrem Schreiben nicht angeben. Sollten Sie Ihr Fahrzeug abmelden, sprechen Sie die Kündigung natürlich zum Zeitpunkt der Abmeldung aus.

Von der ordentlichen Kündigung zu unterscheiden ist die außerordentliche Kündigung der Motorradversicherung. Sie wird auch als Sonderkündigung bezeichnet. Die wichtigsten Gründe dafür sind eine Erhöhung des Beitrags ohne gleichzeitige Erweiterung der Leistungen. Man spricht dann von einer grundlosen Erhöhung der Versicherungsprämie. Das kommt recht häufig vor, denn üblicherweise erhöhen die Versicherer ihre Beiträge in sehr regelmäßigen Abständen. Gerade zum Ende des Jahres ist deshalb ein regelrechter Ansturm auf die Versicherer zu verzeichnen, weil viele Motorradhalter ihren Vertrag ändern wollen, um zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Auch nach der Regulierung eines Schadensfalls dürfen Sie außerordentlich kündigen.

Sofern Ihr Versicherer übrigens eine Anpassung des Beitrags vornimmt, weil sich die Beiträge an Ihrem Wohnort und in Ihrer Regionalklasse geändert haben, berechtigt das ebenfalls zu einer außerordentlichen Kündigung. Anders sieht es aus, wenn Sie umziehen und deshalb in eine andere Regionalklasse eingestuft werden. Dann dürfen Sie nicht außerordentlich kündigen, weil Sie die Ursache für die Veränderung des Vertrags selbst ausgelöst haben.

Die außerordentliche Kündigung müssen Sie spätestens vier Wochen nach dem Eingang des neuen Versicherungsbescheids an den Versicherer schicken. Nur dann kündigen Sie fristgemäß. Achten Sie darauf, in Ihrer außerordentlichen Kündigung einen Grund anzugeben. Dieser sollte natürlich zutreffend sein. Anderenfalls muss der Versicherer die Beendigung Ihres Vertrags nicht anerkennen.

Wie verschickt man die Kündigung der Motorradversicherung?

Am besten versenden Sie die Kündigung Ihrer Motorradversicherung schriftlich per Einschreiben und legen einen Rückschein dazu. Damit muss der Versicherer das Datum bestätigen, an dem er Ihre Kündigung erhalten hat. Für die Gültigkeit der Kündigung ist es nämlich wichtig, dass das Schreiben fristgemäß – also vier Wochen vor dem Ablauf des Vertrags – beim Versicherer eingeht. Ausschlaggebend ist hier nicht das Datum des Absendens, sondern das Datum des Eingangs beim Versicherer. Geht Ihre Kündigung nicht fristgemäß zu, muss die Gesellschaft die Kündigung nicht anerkennen. Für Sie heißt das, dass Sie den Vertrag um ein weiteres Jahr unverändert fortführen müssen. Diesen Ärger ersparen Sie sich am besten, indem Sie frühzeitig kündigen.

Welches Recht zur Kündigung hat die Gesellschaft?

Auch der Versicherer Ihres Motorrads darf den Vertrag nach einem gemeldeten Schaden beenden. Das wiederum ist für Sie in der Regel eher ungünstig. Beim Abschluss des neuen Vertrags müssen Sie nämlich angeben, ob ein Versicherungsschutz besteht oder ob der Vertrag gekündigt wurde. Außerdem müssen Sie den neuen Versicherer darüber informieren, dass der Vorvertrag von Ihrer Gesellschaft beendet wurde. In diesem Fall kann es schwer sein, einen neuen Versicherer zu finden, der Sie mit einem vernünftigen Beitrag akzeptiert. Besser ist es deshalb, den Vertrag selbst zu beenden und nicht auf die Kündigung Ihrer Gesellschaft zu warten.

Wie läuft der Abschluss des neuen Vertrags einer Motorradversicherung?

Bevor Sie Ihre Kündigung einreichen, sollten Sie ein bindendes Angebot von Ihrem neuen Versicherer haben. Ein Antrag auf Abschluss der Fahrzeugversicherung darf nämlich durchaus abgelehnt werden. Wenn Sie Ihren Vertrag bei dem alten Versicherer kündigen, sind Sie in diesem Fall ohne Versicherungsschutz. Deshalb ist es besser, die Kündigung erst dann abzuschicken, wenn der neue Vertrag unterschriftsreif ist, damit der Wechsel der Motorradversicherung nahtlos vonstattengeht.

Fazit: Jede Kündigung einer Motorradversicherung ist an Vorschriften gebunden

Einen Vertrag für eine Motorradversicherung kann man kündigen, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Vor allem ist die Kündigungsfrist einzuhalten, sie besteht in der Regel aus einem Zeitraum von einem Monat. Verschicken Sie Ihr Schreiben per Einschreiben und Rückschein, damit der Versicherer den fristgemäßen Eingang ordentlich dokumentiert. Der Beleg dient für Sie als Nachweis, falls die Gesellschaft nicht bereit ist, die Beendigung des Vertrags zum gewünschten Zeitpunkt zu akzeptieren.

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