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Motorradversicherung wechseln: Das müssen Sie beachten

Für den Wechsel der Motorradversicherung gibt es unterschiedliche Gründe. Vielleicht sind Sie mit den Leistungen Ihrer Gesellschaft nicht mehr zufrieden, vielleicht wurden die Beiträge erhöht. Manchmal kündigt auch der Versicherer den Vertrag, so dass Sie zu einem Wechsel gezwungen sind. Die Haftpflicht sollte aufgrund der Versicherungspflicht nahtlos gewechselt werden, bei der Fahrzeugversicherung ist das nicht nötig. Doch was müssen Sie rund um den Wechsel wissen, und wie gehen Sie am besten vor?

Welche Gründe sprechen für einen Wechsel der Motorradversicherung?

In der Praxis gibt es recht unterschiedliche Ursachen, warum Versicherte ihre Gesellschaft wechseln wollen. Häufig ist eine Erhöhung der Versicherungsprämien die Ursache. In diesem Fall steht Ihnen nach der Bekanntgabe der neuen Prämien ein Sonderkündigungsrecht bei ihrer Motorradversicherung zu. Nutzen Sie die Gelegenheit und prüfen Sie, welche Gesellschaften einen günstigeren und besseren Schutz anbieten, damit sich der Aufwand des Wechsels für Sie rentiert.

Ebenso häufig wie eine Erhöhung der Preise ist auch ein schlechter Service oder eine allgemeine Unzufriedenheit mit dem Versicherer die Ursache dafür, sich anderweitig umzuschauen. Vielleicht wollten Sie einen Schaden regulieren lassen und mussten lange auf Antwort der Gesellschaft warten. Vielleicht hat man auf Ihre Anfragen nicht schnell oder kompetent genug geantwortet. Vielleicht sind Sie aber auch schlicht der Meinung, dass es nach einigen Jahren in einem bestehenden Vertragsverhältnis an der Zeit ist, die Gesellschaft zu wechseln.

Sofern Sie ihre Motorradversicherung von sich aus kündigen und keine Vorschäden melden, dürfte es kein Problem sein, einen neuen Versicherungsvertrag bei einer anderen Gesellschaft abzuschließen. Hat hingegen Ihre Gesellschaft den Vertrag gekündigt, müssen Sie das bei der Beantragung des neuen Versicherungsschutzes meistens angeben. Aus einem durch den Versicherer beendeten Vertrag heraus kann es schwierig werden, einen neuen Vertrag zu guten Konditionen abzuschließen. Das sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie einen Wechsel anstreben.

Was hat es mit dem nahtlosen Übergang auf sich?

Bei einem Wechsel der Motorradversicherung müssen Sie darauf achten, dass die Haftpflichtversicherung von einem Versicherer auf den anderen ohne Unterbrechung übergeht. Die Versicherer sind gezwungen, darauf genau zu achten. Deshalb müssen Sie beiden Seiten über die ausgesprochene Kündigung und über den Abschluss des Neuvertrags informieren.

Hintergrund dieses nahtlosen Übergangs ist, dass für die Haftpflichtversicherung eine Versicherungspflicht besteht. Solange das Zweirad zugelassen ist, darf es also nicht ohne Haftpflichtversicherung sein. Das liegt daran, dass es vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist, ein Motorrad mit einer Haftpflicht zu versichern. Damit schützen Sie sich selbst als Halter, aber auch mögliche Unfallopfer vor den finanziellen Schäden eines Unfalls.

Wenn Sie nämlich selbst einen Unfall verursachen und es kommt zu Sach- oder Personenschäden, kann das für Sie zum finanziellen Ruin führen. Die Haftpflicht wird also zu Ihrer Sicherheit abgeschlossen. Auch das Opfer eines Unfalls wird auf diese Art geschützt, denn wenn keine Versicherung besteht und der Verursacher eines Unfalls nicht zahlen kann, hat das Opfer die Kosten der Schadensbeseitigung zu zahlen. Auch für ihn kann das zu enormen finanziellen Belastungen führen. Die Versicherungspflicht besteht also aus gutem Grund und muss zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer eingehalten werden.

Anders sieht es bei der Fahrzeugversicherung aus. Die Kaskoversicherung muss nicht ohne Unterbrechung ineinander übergehen, Sie können Ihren Versicherungsschutz zum Ablauf des Versicherungsvertrags jederzeit erweitern oder einschränken. Es besteht auch keine Notwendigkeit, den Vertrag fortlaufend zu führen. Denken Sie aber daran, dass Sie sich nicht ständig mit dem Wechsel des Versicherers beschäftigen wollen. Insofern lohnt es sich, einmal genau darüber nachzudenken, aus welchen Gründen Sie wechseln wollen und sich dann einen Versicherer zu suchen, der Ihre Ansprüche an einen umfassenden Versicherungsschutz besser erfüllt.

Wie kündigt man einen Vertrag?

Wenn ein Wechsel der Motorradversicherung geplant ist, müssen Sie den alten Versicherungsvertrag kündigen. Prüfen Sie zuvor, zu welchem Datum Sie kündigen dürfen. Häufig laufen Verträge zum Jahresende ab, manche Verträge haben allerdings eine mehrjährige Laufzeit, die Sie einhalten müssen. Das gilt in jedem Fall bei der ordentlichen Kündigung. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel vier Wochen zum Ende der Vertragslaufzeit. Bei Saisonverträgen beginnt und endet der Vertrag meist unterjährig, doch auch hier gilt die Frist für eine ordentliche Kündigung von vier Wochen.

Verfassen Sie die Kündigung schriftlich und verschicken Sie sie auf dem Postweg mit Einschreiben und Rückschein. So können Sie nachweisen, wann die Kündigung bei der Gesellschaft eingetroffen ist. Von der ordentlichen Kündigung zu unterscheiden ist die außerordentliche Kündigung. Sie wird meist nach einer Erhöhung der Beiträge oder nach dem Eintritt eines Schadensfalls ausgesprochen. Dieses Recht steht übrigens auch dem Versicherer zu.

Fazit: Bei einem Wechsel der Motorradversicherung sind Fristen und Formalien einzuhalten

Ein Wechsel des Motorradversicherers ist in der Regel kein Problem, sofern Sie bestimmte Vorgaben einhalten. Prüfen Sie, wann Sie den alten Vertrag kündigen können und schicken Sie die Kündigung rechtzeitig ab. Denken Sie an den Nachweis für den Versand des Schreibens. Schließen Sie dann einen neuen Vertrag ab und achten Sie bei der Haftpflicht auf einen nahtlosen Übergang. Nutzen Sie die Gelegenheit für einen Tarifvergleich und entscheiden Sie sich für den Tarif, der das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Ihren Versicherungsbedarf bietet.

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