• Home
  • Ratgeber
  • Motorrad Versicherung: Kosten senken mit diesen 5 Tipps

Kosten einer Motorradversicherung

Für viele Motorradfahrer sind die Versicherungskosten für das Motorrad ein entscheidender Faktor. Laufende Beiträge und verschiedene Zusatzkosten können dabei schnell ins Geld gehen. Mit unseren fünf Tipps können Sie Ihre Versicherungskosten senken und bleiben dabei trotzdem gut abgesichert!
Geschrieben von
Philipp Staedele

Was eine Motorradversicherung kostet

Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht – und das ist keine Ausflucht, sondern der Kern der Sache. Zwei Fahrer mit derselben Maschine können sehr unterschiedliche Beiträge zahlen, weil die Versicherer über ein Dutzend Merkmale in die Kalkulation einbeziehen: Alter, Wohnort, schadenfreie Jahre, Fahrleistung, Zulassungszeitraum, gewünschter Schutz.

Genau deshalb ist der Vergleich bei Motorrädern so wirkungsvoll. Die Versicherer gewichten diese Merkmale unterschiedlich stark – wer für den einen Anbieter ein teurer Kunde ist, kann beim nächsten günstig wegkommen. Zum Beitrag kommen außerdem Kosten, die im Angebot nicht auftauchen: die Selbstbeteiligung im Schadensfall und der Zuschlag für monatliche Zahlweise.

Diese Faktoren bestimmen den Beitrag

Einflussfaktoren auf den Beitrag zur Motorradversicherung
Faktor Wirkung auf den Beitrag Von Ihnen beeinflussbar?
Schadenfreiheitsklasse stärkster Einzelfaktor – jedes schadenfreie Jahr senkt den Beitragssatz langfristig ja
Versicherungsart Haftpflicht am günstigsten, Vollkasko am teuersten ja
Typklasse und Motorleistung stärkere Maschinen kosten deutlich mehr bei der Fahrzeugwahl
Regionalklasse Schadenbilanz Ihres Zulassungsbezirks nein
Alter des jüngsten Fahrers junge Fahrer verteuern den Vertrag erheblich über den Fahrerkreis
Zulassungszeitraum Saisonkennzeichen senkt Beitrag und Steuer anteilig ja
Jahresfahrleistung mehr Kilometer bedeuten höheren Beitrag ja
Selbstbeteiligung höherer Eigenanteil senkt den Beitrag spürbar ja
Stellplatz Garage wird häufig rabattiert teilweise
Zahlweise monatliche Zahlung kostet Zuschlag ja

Schadenfreiheitsklasse

Die SF-Klasse ist der mit Abstand größte Hebel. Für jedes Jahr ohne regulierten Schaden rücken Sie eine Klasse nach oben und zahlen nur noch einen Bruchteil des Grundbeitrags. Umgekehrt wirft ein selbst verschuldeter Unfall Sie um mehrere Klassen zurück – und das über Jahre.

Wichtig zu wissen: Wie stark eine Klasse rabattiert wird und wie tief eine Rückstufung greift, legt jeder Versicherer selbst fest. Die Tabellen mehrerer Anbieter finden Sie auf unserer SF-Klassen-Seite.

Versicherungsart

Die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflicht ist die günstigste Variante – sie deckt aber ausschließlich Schäden bei anderen. Die Teilkasko kostet meist nur wenig mehr, die Vollkasko deutlich mehr. Bei Motorrädern fällt dieser Sprung stärker aus als beim Auto, weil das Unfallrisiko höher liegt.

Typklasse und Motorleistung

Sport- und Tourenmaschinen mit viel Leistung sind teurer zu versichern als kleine Naked Bikes oder Roller – sowohl wegen der Unfallhäufigkeit als auch wegen der Reparaturkosten. Wer den Beitrag schon beim Kauf im Blick behält, spart über die gesamte Haltedauer.

Regionalklasse

Die Regionalklasse bildet die Schadenbilanz Ihres Zulassungsbezirks ab: Wie viele Unfälle und Diebstähle gab es dort im Verhältnis zum Fahrzeugbestand? In Ballungsräumen liegt sie in der Regel höher als auf dem Land. Beeinflussen können Sie sie nur durch einen Umzug – aber sie erklärt, warum ein Bekannter für dieselbe Maschine weniger zahlt.

Zulassungszeitraum

Mit einem Saisonkennzeichen ist das Motorrad nur in den von Ihnen gewählten Monaten zugelassen – und nur dafür zahlen Sie Beitrag und Kfz-Steuer. Für Fahrer, die ohnehin nicht durch den Winter fahren, ist das der wirksamste Einzelhebel überhaupt.

Versicherungskosten senken: 5 Tipps

  1. Die richtige Versicherungsart wählen. Prüfen Sie ehrlich, ob Ihr Motorrad noch eine Vollkasko rechtfertigt. Faustregel: Sobald wenige Jahresbeiträge den Wiederbeschaffungswert erreichen, ist der Wechsel zur Teilkasko wirtschaftlich sinnvoll.
  2. Selbstbeteiligung erhöhen. Wer im Schadensfall einen festen Eigenanteil übernimmt, zahlt dauerhaft weniger Beitrag. Wählen Sie einen Betrag, den Sie jederzeit aufbringen können, ohne ins Schwitzen zu kommen.
  3. Fahrleistung und Fahrerkreis realistisch angeben. Zu hoch angesetzte Jahreskilometer kosten unnötig Beitrag, und jeder zusätzliche eingetragene Fahrer – besonders ein junger – verteuert den Vertrag. Beides lässt sich beim Versicherer jederzeit anpassen.
  4. Jährlich statt monatlich zahlen. Für unterjährige Zahlweise berechnen die meisten Versicherer einen Zuschlag. Wer den Jahresbeitrag im Voraus überweist, spart ihn sich.
  5. Vergleichen und wechseln. Der einfachste und schnellste Hebel: Ein Vergleich der Motorradversicherungen zeigt in wenigen Minuten, ob Ihr aktueller Tarif noch marktgerecht ist. Wie Sie beim Wechsel vorgehen, lesen Sie in unserem Ratgeber.
Rabatte, nach denen niemand fragt

Einige Nachlässe gewähren Versicherer nur, wenn man sie im Antrag ausdrücklich angibt: geschützter Stellplatz oder Garage, Werkstattbindung und ein Kombivertrag mit dem Auto beim selben Anbieter. Es lohnt sich, den Antrag einmal komplett daraufhin durchzugehen – gefragt wird danach nicht immer von selbst.

Kosten, die im Beitrag nicht stehen

Beim Vergleich zweier Angebote lohnt der Blick über den Jahresbeitrag hinaus:

  • Selbstbeteiligung – ein günstiger Tarif mit hohem Eigenanteil kann im Schadensfall teurer sein als ein etwas teurerer ohne.
  • Ratenzuschlag – bei monatlicher Zahlweise kommen mehrere Prozent auf den Jahresbeitrag.
  • Rückstufung nach einem Schaden – die eigentlichen Kosten eines Unfalls entstehen über die Folgejahre, nicht im Schadensjahr.
  • Nicht enthaltene Bausteine – Schutzbrief, Verzicht auf grobe Fahrlässigkeit oder Neupreisentschädigung kosten extra, wenn sie nicht im Grundtarif stecken.

FAQ

Je mehr Leistungen in Ihrer Motorradversicherung enthalten sind, desto höher werden in der Regel die Kosten. Eine Vollkaskoversicherung, die alle Risiken abdeckt, ist teurer als eine Teilkaskoversicherung, die nur bestimmte Schäden berücksichtigt. Sie sollten also genau abwägen, welche Leistungen für Sie wichtig sind und welche Sie eventuell weglassen können, um die Kosten zu senken.

Als Versicherungsnehmer haben Sie verschiedene Möglichkeiten, Ihre Motorradversicherungskosten zu beeinflussen. Die wichtigste Maßnahme ist ein detaillierter Motorradversicherung-Vergleich. So finden Sie den günstigsten Tarif, der Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht. Auch die Wahl der Selbstbeteiligung, das Angeben von geringeren jährlichen Fahrleistungen und das Einhalten einer guten Schadenfreiheitsklasse tragen zur für Versicherungsnehmer zur Senkung der Kosten bei.

Die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) spielt eine zentrale Rolle bei der Bestimmung der Kosten Ihrer Motorradversicherung. Für jedes unfallfreie Jahr, das Sie vorweisen können, profitieren Sie von einer Reduzierung der Beiträge. Wenn Sie jedoch in der Vergangenheit einen Schadensfall hatten, wird Ihre SF-Klasse herabgestuft, was zu höheren Kosten führen kann.

Ihre Regionalklasse hat ebenfalls einen großen Einfluss auf die Höhe der Kosten. Regionen mit einem hohen Unfallrisiko oder einer hohen Diebstahlrate haben in der Regel höhere Versicherungsprämien. Dies liegt daran, dass der Versicherer mit höheren Schadensfällen und Risiken rechnen muss.

Fragen über motorradversicherung-vergleich.de

Die Webseite motorradversicherung-vergleich.de wird von der qmedia GmbH, einem Unternehmen mit Sitz in München, betrieben. Wir sind seit 2003 im Bereich informativer Webseiten und Vergleiche tätig.

Ja, die Nutzung unserer Vergleichsrechner und Informationen ist für Sie als Nutzer vollständig kostenlos.

Wir erhalten eine Provision von unserem Partner CHECK24, wenn ein Nutzer über unsere Seite zu ihnen gelangt und dort einen Versicherungsvertrag abschließt. Diese Provision beeinflusst nicht den Preis, den Sie für Ihre Versicherung zahlen.

Ja. Unsere redaktionelle Unabhängigkeit ist uns wichtig. Die Reihenfolge oder Darstellung von Tarifen in unseren Vergleichen basiert auf den von Ihnen eingegebenen Daten und den Tarifmerkmalen, nicht auf der Höhe einer möglichen Provision. Wir arbeiten mit verschiedenen Partnern zusammen, um eine breite Marktabdeckung zu ermöglichen.

Wir setzen auf Transparenz bezüglich unseres „Tippgeber“-Status und unserer Partnerschaften. Unser Fokus liegt auf der Bereitstellung genauer Informationen und benutzerfreundlicher Vergleichstools, basierend auf unserer langjährigen Erfahrung seit 2003. Wir ermöglichen Ihnen einen Marktüberblick, die endgültige Entscheidung und der Vertragsabschluss liegen bei Ihnen bzw. erfolgt über unseren lizenzierten Partner CHECK24.

Nein, der Vertragsabschluss erfolgt nicht direkt über unsere Seite, sondern über die Webseiten unserer Partner oder der Versicherungsanbieter, zu denen wir Sie weiterleiten.

Über den Autor
Philipp Staedele