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Rollerversicherung

Für Roller mit einem Hubraum von maximal 50 Kubikzentimeter ist eine Rollerversicherung nötig. Sie besteht aus einer Haftpflichtversicherung und ist deshalb meistens günstiger als eine Versicherung für Motorräder. Auch für Mopeds oder Mofas ist eine solche Rollerversicherung erforderlich, ebenso für Quads, Trikes und Segways.

Hintergrund dieser Vorschrift ist, dass Sie als Halter auch bei diesen kleinen und langsameren Fahrzeugen verpflichtet sind, einen Schaden zu ersetzen, wenn dieser beim Führen des Fahrzeugs verursacht wurde. Mit einer Haftpflichtversicherung verhindern Sie, dass Sie die Kosten für die Behebung eines Schadens selbst zahlen müssen.

Seit März 2019 ist die Rollerversicherung durch ein Versicherungskennzeichen in grüner Farbe sichtbar. Die blauen Schilder aus dem vergangenen Jahr hatten bis Ende Februar 2019 Gültigkeit. Die Farbe des Schildes ändert sich jedes Jahr.

Rollerversicherung: Welche Fahrzeuge sind versichert?

Sie geben nicht nur jungen Verkehrsteilnehmern das begehrte Gefühl der Freiheit: Roller, Mopeds und Mofas sind gerade in der warmen Jahreszeit ein beliebtes Fahrzeug. Vor allem in den Großstädten sind die kleinen Flitzer mit einem Hubraum von höchstens 50 Kubikzentimetern gefragt, denn sie bringen schnell von einem Ziel zum anderen

Für das Führen eines Rollers genügt ein PKW-Führerschein in der Klasse B, alternativ reicht auch ein Rollerführerschein. Die Maschinen sind in der Regel bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 45 Kilometern in der Stunde zugelassen. Roller mit einem größeren Hubraum sind schneller, sie fallen in die Klasse der Motorräder. Deshalb ist dafür ein Motorradführerschein erforderlich, außerdem ist bei der Zulassung des Motorrads eine Motorradversicherung abzuschließen.

Welche Versicherung ist für Roller vorgeschrieben?

Für einen Motorroller gelten grundsätzlich die gleichen Vorschriften wie für ein Auto oder für ein Motorrad. Das bedeutet, dass eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben ist, sobald das Fahrzeug im Straßenverkehr bewegt wird. Der Nachweis der abgeschlossenen Haftpflicht wird durch das Versicherungskennzeichen erbracht. Es wird Jahr für Jahr zu Anfang März in einer anderen Farbe ausgestellt und muss am Fahrzeug angebracht werden. Dadurch ist schon auf den ersten Blick zu erkennen, ob der Roller korrekt versichert ist.

Warum ist eine Haftpflicht für Roller nötig?

Auch wenn ein Roller bis maximal 50 Kubikzentimeter Leistung haben darf, um noch unter eine Rollerversicherung zu fallen, sind die kleinen Fahrzeuge doch mit einer gewissen Geschwindigkeit unterwegs. Schon eine kleine Unachtsamkeit im Straßenverkehr genügt, dass es zu einem Unfall mit erheblichen Schäden kommt. Der Halter des Rollers ist gesetzlich verpflichtet, dem Geschädigten den Schaden zu ersetzen.

Solange es sich lediglich um einen überschaubaren Sachschaden handelt, könnte der Halter diesen Schaden häufig noch aus eigener Tasche zahlen. Anders sieht es aus, wenn Personen zu Schaden kommen. Krankheits- und Behandlungskosten, vor allem aber auch Rentenzahlungen aufgrund von schweren Verletzungen oder gar bei Unfällen mit Personenschaden nehmen schnell eine enorme Größenordnung an. Ist der Halter des Rollers gezwungen, den Schaden selbst zu zahlen, kann das bis zum finanziellen Ruin führen. Für den Geschädigten ist die Situation sehr ähnlich, denn wenn der Halter nicht zahlen kann, trägt der Geschädigte seine Auslagen zur Schadensbeseitigung selbst.

Vor diesen unliebsamen finanziellen Folgen schützt eine Haftpflichtversicherung. Sie dient also letztlich dem Schutz des Halters, aber auch des Geschädigten und ist vor diesem Hintergrund gesetzlich vorgeschrieben. Außerdem enthält eine Haftpflichtversicherung eine Art der passiven Rechtsschutzversicherung. Sollte gegen einen Rollerfahrer ein Schaden geltend gemacht werden, den er nicht verursacht hat, kann er die Abwehr des unberechtigten Anspruchs gerichtlich geltend machen. Die Kosten für das Gerichtsverfahren trägt die Haftpflicht.

Rollerversicherung: Welche Ergänzung ist sinnvoll?

Viele Versicherer bieten für den Roller nicht nur eine Haftpflichtversicherung an. Sie ergänzen die Absicherung um eine Teilkaskoversicherung. Dadurch ist das Zweirad unter anderem gegen Diebstahl und gegen Schäden aus dem Zusammenstoß mit Tieren versichert.

Gerade bei einem neuen Roller lohnt sich häufig der Abschluss einer Teilkaskoversicherung. Müssen Sie nämlich einen neuen Roller aufgrund eines Diebstahls oder durch Vandalismus ersetzen, sind die Kosten deutlich höher als der Versicherungsbeitrag für eine Teilkaskoversicherung. Nach einigen Jahren können Sie die Teilkasko kündigen und Ihren Roller nur noch über die Haftpflicht versichern. So senken Sie den Beitrag für Ihren Versicherungsschutz und sind trotzdem sinnvoll abgesichert.

Wie ist die Selbstbeteiligung bei Rollerversicherungen geregelt?

Wie bei einer Motorradversicherung können Sie auch bei einer Rollerversicherung einen Selbstbehalt vereinbaren. Im Schadensfall tragen Sie dann den vereinbarten Anteil des Eigenanteils selbst. Achten Sie aber auf die Vorgaben des Versicherers für die Höhe der Selbstbeteiligung. Einige Gesellschaften verlangen einen Eigenanteil bei Diebstahl in Höhe von 300 Euro, während für andere Schäden eine geringere Selbstbeteiligung anfällt.

Vor allem bei älteren Rollern lohnt sich eine so hohe Selbstbeteiligung meist nicht mehr, denn die Versicherung ersetzt in der Regel lediglich den Zeitwert. Wenn dieser aber gerade rund 300 Euro beträgt, lohnt sich die Selbstbeteiligung in diesen Fällen nicht. Vor diesem Hintergrund sollten Sie die Höhe des Eigenanteils und die Sinnhaftigkeit einer Teilkaskoversicherung bei älteren Maschinen sorgfältig prüfen.

Warum ist ein Vergleich der Rollerversicherung wichtig?

Wie bei der Motorradversicherung gilt auch bei der Rollerversicherung der Grundsatz, dass sich die Tarife hinsichtlich der Preise und der Leistungen deutlich unterscheiden. Die Unterschiede beziehen sich nicht nur auf die Höhe der Selbstbeteiligung, sondern auch auf weitere Merkmale. So verzichten einige Gesellschaften darauf, den Einwand der groben Fahrlässigkeit geltend zu machen. Sie zahlen bei einem Diebstahl zum Beispiel selbst dann, wenn das Zweirad in der Nacht auf der Straße abgestellt wird. Andere Versicherer erbringen diese Leistung nicht. Deshalb empfiehlt es sich, vor dem Abschluss des Versicherungsvertrags einen Vergleich der Konditionen durchzuführen.

Fazit: Eine Rollerversicherung ist genauso wichtig wie die Motorradversicherung

Auch für kleine Zweiräder ist ein Versicherungsschutz in Form einer Rollerversicherung vorgeschrieben. Er umfasst die Haftpflichtversicherung, eine Teilkasko kann als Ergänzung ebenfalls abgeschlossen werden. Die Haftpflicht sorgt dafür, dass der Halter des Rollers einen Schaden, den er einer anderen Person zufügt, nicht selbst zahlen muss. Sie schützt außerdem den Geschädigten für den Fall, dass der Verursacher nicht zahlen kann.

Ein Vergleich der Tarife ist vor dem Abschluss des Vertrags sehr zu empfehlen, da sich die Preise und die Leistungen der Versicherer zum Teil erheblich unterscheiden. Der Nachweis der Versicherung erfolgt durch das Kennzeichen, das jedes Jahr ab März in einer neuen Farbe ausgestellt wird. Bevor der Roller im März auf der Straße geführt wird, muss jeweils das neue Kennzeichen angebracht sein.

Liste Kfz-Versicherer
Hier finden Sie eine komplette Liste der Kfz-Versicherungsgesellschaften. Informieren Sie sich detailliert über jeden einzelnen Kfz-Versicherer und verschaffen Sie sich einen Überblick über die Tarife.