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Saisonkennzeichen für Motorräder

Nicht jeder Motorradfahrer will seine Maschine das ganze Jahr über fahren. Vor allem in der kalten Jahreszeit lassen selbst begeisterte Halter ihr Fahrzeug gerne in der Garage und nutzen den PKW. In dieser Zeit kann das Motorrad abgemeldet werden. Wird es nur für einige Monate im Jahr zugelassen, ist ein Saisonkennzeichen zu empfehlen, denn dadurch ersparen Sie sich die wiederholte An- und Abmeldung. Doch was hat es damit auf sich, und wie funktioniert ein Saisonkennzeichen für Motorräder?

Wie lange darf das Motorrad zugelassen werden?

Prinzipiell lassen Sie Ihr Zweirad mit einem Saisonkennzeichen nicht das ganze Jahr über für 12 Monate zu, sondern nur für einen vorübergehenden Zeitraum. Üblich ist zum Beispiel die Phase von März bis in den Oktober hinein. In dieser Zeit ist das Wetter recht schön, warm und trocken, deshalb ist diese Zeit die bevorzugte Reisezeit für Motorradfahrer.

Ein Vorteil des Saisonkennzeichens liegt darin, dass das Zweirad nicht jedes Jahr wieder zugelassen und abgemeldet werden muss. Damit ersparen Sie selbst sich den Aufwand, immer wieder bei der Zulassungsstelle zu erscheinen, und auch für die Behörden entfällt die erneute Anmeldung und Abmeldung. Ein Saisonkennzeichen können Sie zwischen zwei und 11 Monaten lang nutzen. Die Zeit können Sie frei wählen, Sie sind also nicht an bestimmte Monate gebunden. Achten Sie darauf, dass Sie das Zweirad außerhalb dieser Zeit entweder auf Ihrem privaten Parkplatz oder in Ihrer Garage abstellen. Ohne Saisonkennzeichen dürfen Sie Ihr Motorrad nämlich nicht auf öffentlichen Wegen und Straßen nutzen.

Wie melden Sie ein Saisonkennzeichen fürs Motorrad an?

Für die Anmeldung Ihres Zweirads mit Saisonkennzeichen gelten die gleichen Regeln wie für alle anderen Motorräder. Sie benötigen ein Kennzeichen, die Anmeldung erfolgt bei Ihrer zuständigen Zulassungsstelle.

Eine Besonderheit gibt es allerdings beim Aufdruck auf dem Kennzeichen. Für welche Monate das Kennzeichen zugelassen ist, erkennen Sie nämlich an der Aufschrift. Angegeben sind der erste und der letzte Monate der gewählten Saison. Wenn Sie sich für die Zeit von Mai bis Oktober entscheiden, sind auf Ihrem Kennzeichen die Zahlen 05 bis 10 aufgedruckt. Dadurch ist für jeden Verkehrsteilnehmer und vor allem für die Polizei auf den ersten Blick zu erkennen, dass Sie ein Motorrad mit Saisonkennzeichen fahren.

Gleichzeitig müssen Sie das Kennzeichen nicht jedes Jahr wieder neu anbringen. Es wird einmal befestigt und gilt dann für die kommenden Jahre. Das erspart Ihnen die lästige Anmeldung am Anfang der Saison und die Abmeldung am Ende. Ihre Zulassung mit Saisonkennzeichen gilt bis auf Widerruf. Das heißt, Sie melden das Zweirad einmal mit einem Saisonkennzeichen an und nutzen es dann, solange Sie wollen.

Wie ist die Versicherung für Ihr Motorrad mit Saisonkennzeichen geregelt?

Die Motorradversicherung läuft bei einem Saisonkennzeichen zwar das ganze Jahr über, doch Sie zahlen nur für die Phase Beiträge, in der Sie das Zweirad nutzen. Wenn Sie Ihr Fahrzeug also lediglich sechs Monate lang fahren, zahlen Sie auch nur in dieser Zeit die Versicherungsbeiträge. Der Schutz für Ihr Fahrzeug bleibt trotzdem das ganze Jahr über bestehen. Mit einem Saisonkennzeichen können Sie also sehr gut Versicherungsbeiträge sparen.

Außerdem entfallen natürlich die Gebühren für die wiederholte Anmeldung im Frühjahr und die Abmeldung im Herbst. Dadurch sparen Sie mit einem Saisonkennzeichen jedes Jahr bares Geld. Auf die Erhöhung des Schadensfreiheitsrabatts und die Einstufung in eine bessere SF-Klasse müssen Sie übrigens auch als Halter eines Motorrads mit Saisonkennzeichen nicht verzichten. Voraussetzung ist lediglich, dass Ihr Fahrzeug mindestens sechs Monate lang angemeldet ist. Sofern Sie diesen Zeitraum für die Zulassung wählen, werden Sie bei Unfallfreiheit im kommenden Jahr eine Schadensfreiheitsklasse nach oben gestuft und zahlen in Zukunft noch günstigere Beiträge.

Wie wird die Motorradsteuer bei Saisonkennzeichen berechnet?

Für die Steuer auf Ihr Motorrad gelten ähnliche Regeln wie für die Versicherung. Sie erhalten bei der Zulassung einen Steuerbescheid, aus dem die Höhe der Steuer hervorgeht. Allerdings wird sie nur anteilig für die Monate berechnet, in denen Ihr Zweirad zugelassen ist. Für die anderen Monate müssen Sie keine Steuer zahlen. Somit sparen Sie nicht nur die Beiträge für die saisonale Versicherung, sondern auch die Kosten für die Steuer. Auch vor diesem Hintergrund ist ein Saisonkennzeichen eine optimale Empfehlung für alle, die ihr Zweirad nicht durchgängig das ganze Jahr fahren werden.

Fazit: Ein Saisonkennzeichen fürs Motorrad ist sinnvoll, wenn Sie nicht ganzjährig fahren

Für alle, die ihr Motorrad im Winter in der Garage parken, ist ein Saisonkennzeichen sehr zu empfehlen. Es erspart Ihnen die ständige Anmeldung und Abmeldung zu Beginn und am Ende der Saison. Der Versicherungsschutz bleibt Ihnen voll erhalten. Gleichzeitig sparen Sie Geld, denn sowohl die Beiträge für die Versicherung als auch die Steuer werden lediglich anteilig für den Zeitraum erhoben, in dem Sie das Zweirad fahren.

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